Wirtschaftsfaktor

Biopharmazeutika gehören aufgrund hoher Herstellungskosten zu den teuersten Arzneimitteln und erhöhen die Therapiekosten für den einzelnen Patienten überproportional. Die Verordnungen von Biosimilars können die Behandlungskosten um über 50% senken und sichern somit den breiten Zugang zu innovativen Therapien.

  • Bis 2023 könnten allein in Österreich 500 Millionen Euro durch den Einsatz von Biosimilars gespart werden. [1]
  • In Österreich haben Biosimilars in den letzten 10 Jahren zu einem Einsparungspotential von rund 200 Mio. Euro beigetragen. [1]
  • Mehr als 50 verschiedene Biosimilars sind momentan in Entwicklung, was in den nächsten Jahren zu einem wettbewerbsintensiven Markt führen wird. [1]
  • Die Entwicklung eines Biosimilars beträgt rund 100 bis 200 Mio. Euro – die Entwicklung eines Originals im Vergleich dazu mehr als 1 Mrd. Euro. [1]

Es wird erwartet, dass die globalen Ausgaben für Gesundheit jährlich zwischen vier bis sieben Prozent steigen werden. Dementsprechend ist es eine klare Notwendigkeit auf Biosimilars zurückzugreifen, da sie das Gesundheitssystem massiv entlasten. [2]

Dennoch ist eine ausschließliche Fokussierung auf den Preis kritisch. Wird nämlich der Markt für Anbieter unattraktiv und der Anreiz zur Entwicklung bzw. Lancierung weiterer Biosimilars genommen, schränkt dies die langfristige Möglichkeit für Einsparungen ein.

Deshalb fordert der Biosimilarsverband: Auch bei Gleichpreisigkeit muss die Biosimilarsförderung im Sinne eines nachhaltigen Angebots fortgesetzt werden. Denn Biosimilars regen den Wettbewerb an und senken so auch die Preise bei den Referenzprodukten. Kommen weniger Biosimilars auf den Markt wird das Einsparungspotenzial infolge massiv gedämpft.

 

 

[1] 2019 IQVIA – Biosimilars-Verbrauchsstudie – Biosimilarsverband. Datenquelle: IQVIA DPMÖ & DPMÖK.

[2] http://www.imshealth.com/files/web/IMSH%20Institute/Healthcare%20Briefs/Documents/IMS_Institute_Biosimilar_Brief_March_2016.pdf, Seite 3, 11;13 03/2016