Ingrid Halamka übernimmt die Präsidentschaft des BiVÖ

Mit Ingrid Halamka übernimmt eine erfahrene Pharmaexpertin die Präsidentschaft des Biosimilarsverbands Österreich (BiVÖ). Sie folgt auf Dr. Sabine Möritz-Kaisergruber, die den Verband ins Leben gerufen und über zehn Jahre hinweg als Präsidentin wesentlich geprägt und entwickelt hat.

Ingrid Halamka

Neue Präsidentschaft: Wissen schafft Vertrauen

Ingrid Halamka will während ihrer Präsidentschaft den Schwerpunkt auf fundierte Information, wissenschaftliche Evidenz und den kontinuierlichen Aufbau von Vertrauen setzen.

Die zentralen Anliegen des BiVÖ will die neue Präsidentin weiterverfolgen: Biosimilars sollen als wichtiger Bestandteil einer modernen, leistbaren und sicheren Arzneimittelversorgung wahrgenommen werden. Im Mittelpunkt bleiben der Dialog mit Politik, Sozialversicherungen, der Ärzte- und Apothekerschaft, sowie mit Patientinnen und Patienten.

Als Grundlage aller Kommunikation sind Halamka fundierte Informationen wichtig, die die Basis von Vertrauen bilden. Gleichzeitig wird die neue Präsidentin eigene Schwerpunkte in der Kommunikation setzen. Ihr wichtigstes Ziel ist es, durch klare Rahmenbedingungen eine möglichst große Vielfalt an Biosimilars in Österreich zu ermöglichen. Denn diese Vielfalt schafft Wahlmöglichkeiten in der Therapie und stärkt auch das Vertrauen in eine verlässliche, langfristig verfügbare Arzneimittelversorgung. Sie unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, gemeinsam mit ihren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Therapieentscheidung zu treffen. Zudem trägt eine ausreichende Zahl an Biosimilars am Gesundheitsmarkt wesentlich zur Versorgungssicherheit mit hochwertigen Medikamenten bei.

Halamka sieht die Voraussetzungen dafür in verlässlichen Erstattungsregeln und fairen Marktbedingungen. „Biosimilars bringen höchste Qualität zu einem fairen Preis und machen moderne Therapien breiter verfügbar“, betont Halamka.

Als Präsidentin des BiVÖ möchte sie diese Bedeutung noch stärker sichtbar machen und sich dafür einsetzen, dass Biosimilars den Stellenwert erhalten, den sie im österreichischen Gesundheitssystem verdienen. „Wissen, Wissenschaft und Vertrauen sind die Grundlage. Kontinuierliche Aufklärungsarbeit mit allen relevanten Partnern ist der Schlüssel dafür“, so Halamka.

Zehn Jahre BiVÖ: Sichtbarkeit, Vertrauen und Zugang

Der Wechsel an der Spitze ist zugleich Anlass für einen Rückblick auf zehn Jahre engagierte Verbandsarbeit. Unter der Präsidentschaft von Dr. Sabine Möritz-Kaisergruber wurde der BiVÖ als Stimme für Biosimilars in Österreich etabliert. Vor gut zehn Jahren wurden die innovativen Therapien noch zumeist mit Generika verwechselt oder waren gar nicht bekannt. Heute sind die Chancen, die Biosimilars für die individuelle Gesundheit und das System bieten, in den relevanten Kreisen bekannt: Bereits Studierende lernen in neu geschaffenen Curricula über Biologika und Biosimilars. Zudem wurden unzählige Gespräche mit Experten und Entscheidern aus den Bereichen Gesundheit, Politik und Medien geführt. „Oft ist es anfangs aufwendig, die komplexen Inhalte an die jeweiligen Zielgruppen zu vermitteln. Aber sobald die Chancen von Biosimilars – sowohl medizinisch, als auch politisch – verstanden werden, ist es immer das gleiche: Das Interesse und die Begeisterung sind groß“, so Möritz-Kaisergruber. Bei der Gründung standen insbesondere zwei Herausforderungen im Fokus: eine sachgerechte Erstattung
von Biosimilars sowie die Akzeptanz bei Fachpersonen und Patientinnen und Patienten.

Der Verband setzte sich daher früh für eine eigene Erstattungsregelung ein und leistete kontinuierliche Informationsarbeit über Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Biosimilars. Diese Arbeit hat Wirkung gezeigt: Biosimilars sind heute im österreichischen Gesundheitssystem sichtbarer, das
Vertrauen in ihre Anwendung ist gewachsen und ihr Beitrag zu Versorgungssicherheit sowie zum Zugang zu modernen Therapien wird zunehmend anerkannt. Fundierte Daten, der Austausch mit Stakeholdern und Informationsangebote für Fachkreise und Patientinnen und Patienten waren dabei wesentliche Bausteine.

Sabine Möritz-Kaisergruber übergibt den Vorsitz mit Zuversicht: „Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Der Biosimilarsverband hat dazu beigetragen, Biosimilars in Österreich sichtbarer zu machen, Vertrauen aufzubauen und den Zugang zu wichtigen modernen Arzneimitteln zu verbessern. Ich freue mich, dass diese wichtige Arbeit für Biosimilars kompetent weitergeführt wird.“ Mit Ingrid Halamka beginnt nun ein neues Kapitel – auf einem starken Fundament und mit dem klaren Anspruch, die Rahmenbedingungen für Biosimilars und damit für eine nachhaltige Arzneimittelversorgung weiter zu stärken.

Statement Halamka als neue Präsidentin